Zitat der Woche: Alan Greenspan

„Wenn Sie glauben, ich hätte mich besonders klar ausgedrückt, dann haben Sie mich missverstanden.“
Alan Greenspan (*1926 – †2026)
Vorsitzender der US-Notenbank FED
unter 4 US-Präsidenten (1987-2006)
🔗 Nachruf zum Tod von Alan Greenspan „Erst Magier, dann Buhmann“ bei n-tv (vom 22.06.2026)
Alan Greenspan leitete von 1987 bis 2006 in fünf Amtszeiten die US-Notenbank Fed und prägte als deren Vorsitzender unter vier Präsidenten die US-Geldpolitik. Anfang der Woche ist der langjährige Fed-Chef verstorben. Er wurde 100 Jahre alt. 💯
👨⚖️ 1987 wurde er von Ronald Reagan erstmals nominiert und ging nach fünf aufeinanderfolgenden Amtszeiten 2006 unter George W. Bush in den Ruhestand. Sein Vorgänger war der legendäre Paul Volcker, dem es gelungen war, die galoppierende Inflation mit einer gewagten Hochzinspolitik zu zügeln. Greenspan hatte sein Bewährungsprobe im „Black Monday“-Börsencrash vom 19. Oktober 1987, als der S&P 500 um fast 23 Prozent einbrach.
📉 In seine Amtszeit fielen auch das Platzen der „Dotcom-Bubble“ und die Terroranschläge vom 11. September 2001. Er erlangte Promi-Status, als die Aktienkurse unter Präsident Bill Clinton auf Rekordhöhen stiegen. Seine bereits 1996 ausgesprochene Warnung vom „irrationalen Überschwang“ der Börsen bewahrheitete sich erst im Frühjahr 2000, bis wohin sich der S&P 500 fast nochmal verdoppelt hatte.
💸 Als Antwort auf die Aktienkrisen pumpte die Fed unter Alan Greenspan im großen Stil über niedrige Zinsen Liquidität in den Markt. Kritiker bemängeln, dass insbesondere nach dem Jahr 2000 damit die Grundlage für die 2007er Subprime-Krise gelegt wurde . Der Zusammenbruch des US-Immobilienmarkts hatte in den USA zur schlimmsten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit geführt und weltweit Spuren hinterlassen. Aber dieses Kapitel fiel in die Amtszeit von Greenspans Nachfolger Ben Bernanke.
