Endemeldung 17:00: Die Störung wurde behoben. Aufgrund einer Störung der Quotierung im Skontroführerhandel der Börse Düsseldorf kam es zwischen 15:00 Uhr und ca. 16:40 Uhr teilweise zu erheblichen Verzögerungen aufgrund einer manuellen Orderbearbeitung. Kontakt für Handelsteilnehmer: Handelsüberwachungsstelle der Börse Düsseldorf, Tel.: 0211 1389-235, E-Mail huest-dus@boersenag.de
Aufgrund einer Störung der Quotierung kann es seit 15:00 Uhr im Skontroführerhandel der Börse Düsseldorf in allen Handelssegmenten zu erheblichen Verzögerungen bei der manuellen Orderbearbeitung kommen. An einer Lösung wird gearbeitet. Ein Zugriff auf vorhandene Aufträge sowie die Einstellung neuer Aufträge durch die Teilnehmer ist möglich. Zum voraussichtlichen Ende der Störung kann aktuell noch keine Angabe gemacht werden. Kontakt für Handelsteilnehmer: Handelsüberwachungsstelle der Börse Düsseldorf, Tel.: 0211 1389-235, E-Mail huest-dus@boersenag.de
Reziproker Zoll-Poker – Wann wendet sich das Blatt?
Seit Trumps Verkündung zum „Liberation Day“ letzten Mittwochabend, dominiert die US-Zollpolitik die Medien und lässt die Börsenkurse weltweit abstürzen. Was in der direkten Folge am Donnerstag und Freitag bereits 8,2 Billionen US-Dollar globaler Marktkapitalisierung verschwinden ließ, weitet sich seit Montag nochmals massiv aus. Der DAX schwankte zum Wochenstart im Tagesverlauf um mehr als 11 Prozent. Wer gestern tagsüber noch auf einen „Turnaround Tuesday“ hoffte, wurde am Abend enttäuscht. Die Lage bleibt unübersichtlich und die Dimensionen unklar. Medienseiten wie tagesschau.de, Welt und Spiegel Online berichten in Live-Tickern über die jüngsten Entwicklungen.
Der losgetretene Handelskrieg erinnert an ein Pokerspiel. Dabei geht es oft um Psychologie und Taktik: Wer hat ein gutes Blatt und wer blufft nur? Wer zieht bei hohen Einsätzen mit? Wer gewinnt den Pott? Während die EU sich noch Zeit nimmt hatte China auf die neuen US-Zölle mit Gegenzöllen in gleicher Höhe reagiert. Daraufhin erhöhten die USA um zusätzliche 50 Prozent und seit heute früh um 6 Uhr gelten damit 104 Prozent Abgaben auf chinesische Produkte!
Die Nervosität treibt die Handelsumsätze auf Rekordhöhen, doch viele private Anleger sind gleichzeitig tief verunsichert. Gestern haben wir in der Chart Show versucht, eine Einordnung vorzunehmen und nochmals die Langfristigkeit von Börsen-Investments für den Vermögensaufbau betont: Korrekturen um die 10 Prozent erfolgen durchschnittlich 1x im Jahr; Bärenmärkte mit Verlusten von mehr als 20 Prozent erfolgen statistisch im Abstand von 3-4 Jahren. Die Vielzahl zurückliegender Krisen hat in der Folge immer neue Börsenrekorde geschaffen und eine Verlustphase über 15 Jahre hat es bisher in den großen Indizes praktisch noch nie gegeben. Vielleicht ein schwacher Trost beim Warten, dass sich das Blatt auch wieder wenden wird.


Newsletter vom 9. April 2025
Thomas Strelow, Börse Düsseldorf
