660 Zeichen machen 1.260 Punkte im DAX

Am Montag startet die Börsenwoche tief im rotem Bereich. Die asiatischen Märkte hatten mit negativen Ausschlägen vorgelegt und den fallenden Trend der westlichen Welt von Freitag fortgeschrieben. Schließlich drohte ein von Trump gesetztes Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus auszulaufen und der Krieg im Iran weiter zu eskalieren. So eröffnete auch der DAX nach einem Minus von 5,1 Prozent in der Vorwoche nochmal 1,9 Prozent tiefer und fiel bis auf 21.864 Punkte. Ein Niveau unter 22.000 Punkten wurde zuletzt vor 11 Monaten protokolliert, damals bei der Erholung vom Schock des Liberation Day.

Am Mittag dann die Überraschung: Der US-Präsident hatte in einem kurzen Posting auf Truth Social die angekündigten Militärschläge für 5 Tage ausgesetzt und von „produktiven Gesprächen“ mit dem Iran berichtet. Der Ölpreis kam daraufhin um mehr als 10 Prozent zurück und löste die Gegenreaktion im Aktienmarkt aus: Innerhalb von 15 Minuten legte der DAX um 5,75 Prozent (1.260 Punkte) zu und schloss später mit einem Tagesgewinn von 1,2 Prozent. Auffällig waren unmittelbar im Vorfeld der Meldung in den USA platzierte Terminkontrakte auf einen fallenden Ölpreis und steigende Kurse im S&P 500. Ein Verdacht auf Insiderhandel liegt nahe und es ist nicht die erste solche Auffälligkeit in dieser Präsidentschaft.

Positive Nachrichten – egal auf welchem Kanal – nähren die Hoffnung auf Frieden, Versorgungssicherheit bei diversen Grundstoffen und damit wieder steigende Aktienkurse. Heute Vormittag steht der DAX wieder über 23.000 und nur 2 Prozent unter seinem Rekordstand. Lediglich Gold wird seinem Ruf als sicherer Hafen in dieser Krise nicht gerecht und fiel zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent unter das Hype-Hoch von Ende Januar, während sich der Bitcoin relativ stabil hält. Viele noch unerfahrene Privatinvestoren dürften aufgrund solcher erratischer Bewegungen ernüchtert sein. Trotzdem führt beim Vermögensaufbau langfristig kein Weg an der Börse vorbei und das scheint nun auch der Staat beim neuen Altersvorsorgedepot zu berücksichtigen.

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Newsletter vom 25. März 2026

Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

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