14. Juli 2021 13:00 Uhr

Inflation durch Sondereffekte getrieben

Thomas Scholz - Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG


Steigende Preise beschäftigen derzeit die Menschen und die Kapitalmärkte. Doch es besteht kein Grund zur Sorge, denn noch ist das Bild pandemiebedingt verzerrt. Sparer können sich gut mit einem ausgewogenen Depot schützen, das über viele Anlageklassen streut, und erhalten so zugleich Chancen auf attraktive Erträge.

Wie werden sich die Preise in Deutschland entwickeln? Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank eG, hat dazu im Mai dieses Jahres 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten in Deutschland befragt. Dabei ist der Anteil derjenigen, die mit stark steigenden Preisen rechnen, mit 23 Prozent auf ein neues Maximum im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. Leicht steigende Preise erwarten mit 66 Prozent ebenfalls mehr der Befragten als vor einem Jahr. Mit acht Prozent erreicht der Anteil derjenigen, die mit gleichbleibenden Preisen rechnen, sogar einen historischen Tiefstwert.

Tatsächlich legte die Inflation jüngst auch zu. Im Mai zog sie in Deutschland im Monatsvergleich um 0,5 Prozent an, in der Eurozone um 0,3 Prozent. Das entspricht einer Jahresrate von 2,4 Prozent (EU-harmonisiert). Deutet dieser Anstieg nun auf eine langfristig höhere Inflation hin?

Nach Ansicht des Fondspartners zeigen die aktuell höheren Preise, dass die Nachfrage etwa nach Konsumgütern aufgrund der Wiederöffnung der Volkswirtschaften - begründet im Erfolg der Impfkampagnen - rasant zunimmt. Das Angebot könne damit kurzfristig nicht Schritt halten. Dies dürfe sich aber in den kommenden Monaten wieder beruhigen. Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ die Zinsen auf ihrer jüngsten Sitzung am 10. Juni zunächst auch unangetastet.

Union Investment rechnet mit knapp vier Prozent gegen Ende 2021 mit dem Höhepunkt der Teuerung in Deutschland. Die Ursachen dafür seien einerseits etwa die gestiegenen Energiepreise. Andererseits falle dann der Effekt der reduzierten Mehrwertsteuer aus dem zweiten Halbjahr 2020 ins Gewicht. Diese und weitere Faktoren liefen aber in der ersten Hälfte 2022 aus. Union Investment erwartet dann eine deutlich niedrigere Inflationsrate um zwei Prozent.

Attraktivere Zinsen dürften damit noch länger auf sich warten lassen. Für den Vermögenserhalt und -aufbau führt daher an Aktien kein Weg vorbei, auch wenn damit Kurs- und Ertragsrisiken verbunden sind. Außerdem gilt: Der beste Schutz vor Inflation ist eine breite Streuung des Vermögens über verschiedene Anlageklassen. Dies lässt sich gut über aktiv gemanagte Fonds realisieren.

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