11. November 2020 13:00 Uhr

Mehr Klimatransparenz bitte!

Rolf D. Häßler - Geschäftsführer
NKI Institut für nachhaltige Kapitalanlagen

Um die Pariser Klimaziele erreichen zu können, müssen nach Schätzungen der EU-Kommission in Europa jedes Jahr rund 180 Milliarden Euro zusätzlich in den Klimaschutz investiert werden, die nach den Vorstellungen der Kommission vor allem durch private und institutionelle Anleger aufgebracht werden sollen. Mit ihrem Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums arbeitet die Kommission daher seit März 2018 daran, die Rahmenbedingungen für die Anleger so zu gestalten, dass diese ihre Gelder in nachhaltigen Kapitalanlagen anlegen. Ob dies gelingt, hängt immer stärker auch davon ab, ob es den Anbietern entsprechender Kapitalanlagen gelingt, nachvollziehbar zu belegen, dass nachhaltige Kapitalanlagen tatsächlich einen Einfluss auf den Klimaschutz haben.

In den vergangenen 20 Jahren haben wir uns am nachhaltigen Kapitalmarkt vorrangig mit der Frage beschäftigt, ob Anleger auf Rendite verzichten müssen, wenn sie bei der Kapitalanlage nachhaltigkeitsbezogene Kriterien berücksichtigt - eine Frage, die man auf der Basis wortwörtlich hunderter empirischer Studien abschließend mit „nein“ beantworten kann. Seit wenigen Jahren beschäftigt die Anleger nun stärker die Frage, ob die nachhaltige Kapitalanlage ihr doppeltes Wirkungsversprechen - die Verbindung einer marktgerechten Rendite mit einer positiven Wirkung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit - auch tatsächlich einlöst. Drei von vier institutionellen Anlegern geben an, dass sie ihr Geld eher nachhaltig investieren würden, wenn sie einen solchen Wirkungsnachweis bekämen.

An diesem Nachweis arbeiten die Anbieter nachhaltiger Kapitalanlagen mit Hochdruck. Im Hinblick auf die Klimawirkungen ist dabei derzeit der Klimafußabdruck, der Carbon Footprint, das Maß der Dinge. Mit ihm wird berechnet, wie hoch beispielsweise die CO2-Emissionen der Unternehmen sind, in die ein Aktienfonds investiert. Dabei stoßen die Anbieter allerdings recht schnell an Grenzen, da bisher nur ein kleiner Teil der Unternehmen systematisch über seine CO2-Emissionen berichtet. Ohne diese Klimadaten ist aber weder eine Messung der Klimawirkungen der Kapitalanlagen, noch eine aktive Berücksichtigung entsprechender Aspekte bei der Kapitalanlage möglich. Um zu verhindern, dass die Finanzierung des Klimaschutzes an fehlenden Klimadaten scheitert, sollten daher auch die Unternehmen der Realwirtschaft stärker in die Pflicht genommen werden, ihren Einfluss auf das Klima zu messen und diese Daten zu veröffentlichen.

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