09. September 2020 13:00 Uhr

Rendite mit Credit Default Swaps

Claus Tumbrägel - Gründer und Vorstandsmitglied
nordIX AG


Mit traditionellen Anleihestrategien lassen sich kaum mehr Erträge erwirtschaften, was im Wesentlichen auf drei Gründe zurückzuführen ist: Einerseits ist der Marktzins negativ, andererseits sind die Risikoprämien extrem unter Druck und darüber hinaus treibt das Ankaufprogramm der EZB die Anleihen-Kurse zusätzlich in die Höhe und schmälert dadurch die Renditen. In diesem Umfeld kann es sehr sinnvoll sein, sich näher mit dem Markt für Credit Default Swaps zu beschäftigen.

Der originäre Zweck des Credit Default Swaps - kurz ‚CDS‘ - liegt eigentlich in seiner Funktion als Absicherungsinstrument. Während der Käufer eines CDS sich gegen das Risiko eines Ausfalls des Emittenten absichert, geht der Verkäufer des CDS davon aus, dass während der Laufzeit keine Zahlungsunfähigkeit des Ausstellers eintreten wird. Hierfür vereinnahmt er eine Prämie. Durch Branchen und unternehmensspezifische Veränderungen, sowie durch Marktineffizienzen, ergeben sich regelmäßig Situationen, bei denen der am Anleihemarkt zu erzielende Risikoaufschlag höher ist, als die Risikoprämie, die am CDS-Markt für dasselbe Kreditrisiko verlangt wird.

Professionelle Investoren, wie der in Hamburg ansässige Fixed Income und Derivate Spezialist nordIX AG, nutzen systematisch und gezielt Bewertungsanomalien und Preisunterschiede zwischen Anleihen sowie den zugehörigen CDS als Ertragsquelle und zur Verbesserung der Rendite innerhalb der Fondsmandate.

Der von Claus Tumbrägel gemanagte defensive Credit Fonds nordIX Treasury plus setzt dazu beispielsweise zwei Teilstrategien ein: Im Rahmen der ersten Strategie tritt nordIX als Sicherungsgeber bei Unternehmen auf, deren Anleihe-Risikoprämie (Credit Spread) geringer ist, als die Prämie für Kreditausfallversicherungen. Mit diesen sogenannten ‚positive Basis Trades‘ nutzt nordIX den CDS als Surrogat zur Anlage in Anleihen und realisiert so eine gegenüber dem direkten Investment in eine Anleihe des Referenzunternehmens höhere Rendite.

Im Rahmen der zweiten Strategie, den sogenannten ‚Credit Curve Trades‘, nutzt nordIX den Umstand, dass der Preis einer CDS-Absicherung mit längerer Laufzeit teilweise signifikant über dem Preis einer Absicherung mit kurzer Laufzeit liegt. Bei diesen Transaktionen wird die Kreditausfallversicherung mit längerer Laufzeit verkauft und diejenige mit kürzerer Laufzeit erworben. Durch die kürzer laufende Versicherung ist das Anleiheportfolio gegen einen Ausfall des Unternehmens geschützt, erhält jedoch die höhere Prämie.

Angesichts der üblicherweise erforderlichen Größe der einzelnen Kontrakte von mindestens 1 Million Euro, ist die Nutzung des CDS-Marktes für Privatinvestoren vielfach nicht möglich.
Der an der Börse Hamburg gelistete und künftig in Kooperation mit der Donner & Reuschel AG betriebene Fonds nordIX Treasury plus WKN A2DKRH bietet privaten und institutionellen Investoren einen Zugang zu diesem hochattraktiven Marktsegment.

Der Autor Claus Tumbrägel: Ist Gründer und Vorstandsmitglied des in Hamburg ansässigen Fixed Income und Derivate Spezialisten nordIX AG und verantwortet das Portfoliomanagement des nordIX Treasury plus. Zuvor war er u. a. 10 Jahre im HSBC Konzern in verschiedenen Handels- und Salesfunktionen im Fixed Income und bei der HSH Nordbank in leitender Funktion im Kapitalmarktgeschäft tätig.

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