19. August 2020 13:00 Uhr

Nachhaltige Unternehmen sind widerstandsfähiger

Rolf D. Häßler - Geschäftsführer
NKI Institut für nachhaltige Kapitalanlagen

Der durch die Corona-Krise bedingte Absturz der weltweiten Börsen hat tiefe Spuren in den Depots vieler Anleger hinterlassen. Aktien beinahe aller Branchen waren von dem historisch einmaligen Rückgang der Kurse betroffen und in der Folge auch die Anlageprodukte, die wie Aktienfonds in die Wertpapiere der Unternehmen investieren.

Zahlreiche Analysen zeigen nun, dass sich Aktienfonds, die bei der Auswahl der Aktien auch auf die ökologischen und sozialen Leistungen der Unternehmen schauen, als robuster gegenüber Wertverlusten gezeigt haben als ihre konventionellen Pendants. So hat eine Studie zu den Kursentwicklungen von mehr als 2.000 in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Aktienfonds ergeben, dass auf nachhaltige Unternehmen ausgerichtete Aktienfonds im Durchschnitt weniger an Wert verloren haben als konventionelle Aktienfonds. Und was für die Aktienfonds gilt, kann in analoger Weise auch auf die Aktien einzelner Unternehmen und damit auf deren Geschäftsentwicklung übertragen werden.

Dies wirft unmittelbar die Frage auf, was nachhaltige Unternehmen anders oder soll man sagen: besser machen als ihre konventionellen Wettbewerber? Früher hieß es häufig, dass man sich Nachhaltigkeit als Unternehmen leisten können muss, also nur finanziell erfolgreiche Unternehmen Geld beispielsweise in den Umwelt- und Klimaschutz investieren können. Heute setzt sich immer stärker die Erkenntnis durch, dass eine an den Prinzipien der Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung nicht die Folge, sondern die Wurzel wirtschaftlichen Erfolgs ist. Wer mit Energie und Rohstoffen effizient umgeht, Mitarbeiter und Zulieferer fair behandelt und vor allem Produkte anbietet, die dem steigenden Bedarf übrigens nicht nur der Privatkunden nach umwelt- und klimaverträglichen, regionalen und gesunden sowie fair produzierten Produkten genügen, schafft sich ein stabiles und zukunftsfähiges Geschäftsmodell, das gerade auch unter Krisenbedingungen widerstandsfähiger ist.

Auch deshalb macht es viel Sinn, die nun für den Wiederaufbau bereitgestellten Mittel in die Transformation der Unternehmen hin zu einer klimaverträglichen und ressourcenschonenden Wirtschaftsweise zu investieren. Ein solcher grüner Wiederaufbau, der im Rahmen der Green Recovery Alliance übrigens auch von zahlreichen Unternehmen aus der Real- und Finanzwirtschaft gefordert wird, ist nicht nur ein Beitrag zur Erreichung der in diesem Zusammenhang vielfach angesprochenen internationalen Klimaziele, sondern auch eine sinnvolle Investition in den Schutz der Wirtschaft vor vergleichbaren zukünftigen Krisen.

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