08. Juli 2020 13:00 Uhr

Anleger kehren an die Börse zurück

Rainer Ottemann - Senior Client Relationship Manager
EB - Sustainable Investment Management GmbH

Wer gar keine Aktien hat, hat auch in einer Erholungsphase keine und profitiert überhaupt nicht - diese Erkenntnis haben sich anscheinend viele Anleger zu Herzen genommen und in den vergangenen Monaten dafür gesorgt, dass Banken Sonderschichten einlegen mussten, um die Flut von Depoteröffnungen abarbeiten zu können.
Wann hat es so etwas in Deutschland gegeben? Und war da nicht diese „Covid-19“-Krise mit allerlei wirtschaftlichen Unsicherheiten im Gepäck, die uns doch immer noch täglich mehr als genug beschäftigen? Natürlich ist auch momentan noch nicht klar, welches Erholungsszenario sich wann und in welcher Form mit realwirtschaftlichen Daten untermauern lässt. Die bevorstehenden Quartalsberichte vieler Unternehmen werden hierfür erste Anzeichen liefern und darüber entscheiden, ob die Euphorie zumindest vorübergehend wieder von einer Katerstimmung abgelöst wird. Ob die Optimisten oder Skeptiker nun am Ende recht behalten oder nicht - langfristig spricht viel für die Aktienanlage und den Erfolg - sollte man nicht nach einigen Wochen und Monaten, sondern in den nächsten Jahren beurteilen. Dennoch sind jetzt einige Punkte zur Beachtung für Anleger empfehlenswert:  

Die am meisten gehandelte Aktie deutscher Anleger war in den letzten Wochen Wirecard. Gefolgt von anderen bekannten DAX-Titeln und den internationalen Flagschiffen wie u.a. Apple, Alphabet (Google), Amazon. Das Desaster um Wirecard verdeutlicht für Privatanleger einmal mehr, dass Zockerei und Aktieninvestments nichts gemeinsam haben. Bei der Zockerei kennt man das zumeist niederschmetternde Ergebnis nur deutlich schneller. Ohnehin ist die Anlage in Einzeltiteln fragwürdig, und erst recht wenn mit dem typischen „home-bias“ hauptsächlich auf DAX-Titel gesetzt wird.
Nachdem die individuell tragfähige Aktienquote ermittelt ist, ist eher eine möglichst international gestreute Anlage erfolgversprechend. Zwei Drittel der in einer Studie kürzlich Befragten wollen auch nachhaltig investieren und erwarten von Anlagen, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) berücksichtigen, eine langfristig bessere Rendite. Aus gutem Grund: bei sich ändernden Rahmenbedingungen im Zuge einer klimafreundlichen Transformation der Wirtschaft und umfänglichen Struktur- und Sozialreformen wird es spürbare Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle und Börsenbewertungen von Unternehmen geben.

Darüber hinaus weisen nachhaltige Anlagen eine geringere Anfälligkeit gegen Reputations- und Eventrisiken auf. Wenngleich also nachhaltige Anlagen nachweislich keine Rendite kosten, kostet es allerdings etwas Zeit, in der mittlerweile verfügbaren Produktschwemme von Fonds und ETFs das geeignete Anlagevehikel zu finden. Hier helfen entsprechende Ratings, z.B. das FNG-Siegel. Ansonsten ist es sinnvoll, die Angaben in den einschlägigen Produktunterlagen und Factsheets, angefangen von der Liste der TOP-10 Positionen in einem Fonds, zu studieren, damit das eigene Profil von Nachhaltigkeitskriterien sich auch in einem Fondsprodukt wiederfindet. Beachtenswert in diesem Zusammenhang ist auch, welche Methodik angewendet wird, um die nachhaltigen Aktien zu qualifizieren: u.a. Ausschlusskriterien, Best-in-Class, Integration sowie Berücksichtigung der SDGs (Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung). Die Transparenzanforderungen an die Produktanbieter werden durch regulatorische Vorgaben und die Nachfrage seitens der Anleger zukünftig steigen und bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Die EB-Sustainable Investment Management GmbH (www.eb-sim.de) kann bei der Umsetzung nachhaltiger Investmentkonzepte auf einen Erfahrungsschatz aus mehr als 30 Jahren zurückgreifen. Unser fundamentaler, quantitativ gestützter Investmentansatz berücksichtigt in einem mehrstufigen Auswahlprozess neben finanziellen Kennzahlen die EB-Nachhaltigkeitskriterien und die formulierten 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sowie den aktuellen EKD-Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlagen. Die Umsetzung erfolgt in unterschiedlicher Ausprägung für unsere Aktien- und Anleihenfonds sowie die Multi-Asset-Strategien.
    
In der Anlageklasse „Internationale Aktien“ ist der EB-Ökoaktienfonds WKN 971682 mit seiner langjährigen, erfolgreichen Historie ein Pionier unter den nachhaltigen Aktienfonds. Für die Identifizierung attraktiv bewerteter Unternehmen werden ökonomische und ökologische Daten sowie aktuelle Entwicklungen der Nachhaltigkeitsdebatte aktiv in den Investmentprozess einbezogen. Das attraktive Chance-Risiko-Verhältnis, der konsequente Nachhaltigkeitsansatz und die Auszeichnung mit dem „FNG-Siegel“ sowie das Telos Rating „AA+“ qualifizieren diesen Fonds als gut diversifiziertes Kerninvestment für nachhaltig orientierte Anleger.  

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