10. Juni 2020 13:00 Uhr

An der Börse zählen Fakten

Dr. Robert Velten - Geschäftsführer
Velten Asset Management GmbH

 
Die Aktienmärkte legten von April bis Anfang Juni wieder stark zu. Insbesondere die deutsche Börse hat sich hier hervorgetan - durch jahrelang aufgestaute Bewertungsrückstände, durch einen vergleichsweise guten Umgang mit der Corona-Krise und auch durch inneren Frieden. Treiber der jüngsten Entwicklung sind aber, für viele sicherlich überraschend, steigende Unternehmensgewinne, also "Fakten".

Es ist fast schon eine Binsenweisheit: Auf lange Sicht werden Märkte nicht durch subjektive Einschätzungen bewegt, sondern durch überzeugende Fakten. Hierzu gehören beispielsweise eine expansive Geldpolitik und eben auch steigende Gewinne. Denn was einzelne Marktteilnehmer vor 10 Jahren über ein Unternehmen dachten, hat meist nichts mit dem aktuellen Börsenkurs des Unternehmens zu tun. Kursbestimmend auf längere Sicht ist schlicht die Fähigkeit der Aktiengesellschaft, nachhaltig Cash Flow zu erzeugen.

Jedes Unternehmen ist auf seine Art einzigartig. Gleiches gilt für die Fähigkeit, Cash Flow zu erzeugen. Diese verändert sich sogar von Quartal zu Quartal. Und nicht jeder vermeintliche "Gewinn" ist auch wirklich nachhaltig. Schön wäre es doch für Investoren, auf Basis von harten Fakten zeitnah erkennen zu können, welches Unternehmen diese Fähigkeit zum künftigen Ertrag im Vergleich zu anderen steigern kann. Dazu braucht man sozusagen ein Bild, auf dem alle relevanten Unternehmen quasi „nackt" nebeneinander stehen. Dieses Bild ist nichts anderes als eine systematische Bilanzanalyse. Der "Lichtstrahl", der dieses Bild erzeugt, wird aber oft getrübt durch viele Einflüsse. Eine Krise, wie wir sie derzeit mit der Pandemie erleben, erhöht aber in der Regel den Kontrast - die Spreu trennt sich vom Weizen. Auch in der aktuellen Corona-Krise gibt es neben vielen Verlierern auch Gewinner. Es ist mehr als überraschend zu beobachten, wie viele Unternehmen im ersten Quartal 2020 steigende Umsätze und auch anziehende Gewinne verzeichnen.

Viele Marktteilnehmer versuchen subjektiv einzuschätzen, welche Unternehmen in der Krise gewinnen könnten. Es gibt jedoch auch objektive Messverfahren, die sich in vielen Krisen bewährt haben. Einfach ist es nicht, denn Bilanzzahlen können bekanntermaßen "gestaltet" werden und jedes Quartal liefern hunderte Unternehmen neue, veränderte Zahlen. Aus diesem Grund stützen sich leider nur wenige Marktteilnehmer auf solche Auswahl-Systeme. Es bedarf schon eines sehr professionell arbeitenden Teams, um regelmäßig alle relevanten Fakten zu checken und in aktives Asset-Management umzusetzen. Vor allem aber bedarf es einer wissenschaftlich fundierten Methode. Diese Aspekte helfen bei der Aktienauswahl. Am Ende zählen, wie immer, nicht Behauptungen sondern Fakten. Nützlich ist also etwas, was wir auch in dem von uns beratenen Fonds umsetzen: Der gründliche Faktencheck.

Der Autor Dr. Robert Velten ist Philosoph, Hochschuldozent und Berater des von Morningstar mit 5 Sternen ausgezeichneten Aktienfonds „Velten Strategie Deutschland“ WKN A2ATCU, der bereits Anfang 2017 aufgelegt wurde. Der Fonds wird in Kooperation mit Universal Investment sowie der Donner & Reuschel AG betrieben und ist an den Börsen Hamburg und Hannover zum Handel zugelassen.

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