29. April 2020 13:00 Uhr

"Nur" angestellt = größeres Risiko

Gerhard Michel -
Finanzcoach Düsseldorf


In wirtschaftlich eher schwierigen Zeiten zeigt sich am deutlichsten, welches Risiko Menschen tragen, die „nur“ im Angestelltenverhältnis tätig sind, ohne z. B. parallel auch als Investor tätig zu sein. Angestellte haben in der Regel nur einen „Kunden“ und das ist ihr Arbeitgeber. Angestellte "verkaufen" ihre Dienstleistung genauso wie ein Unternehmen seine Dienstleistung verkauft, jedoch haben Unternehmen einen viel breiteren Kundenstamm. In Krisenzeiten brechen einem Unternehmen selten alle Kunden weg.

Der Angestellte lebt jedoch immer in der Gefahr, dass ihm sein einziger Kunde - sein Arbeitgeber - wegbricht. Dies gilt auch, wenn man sich nicht in einer globalen Rezession befindet, da Krisen konjunkturunabhängig in einzelnen Branchen oder einzelnen Unternehmen auftreten können.

Dieses "Klumpenrisiko" kann minimiert werden, wenn Angestellte - parallel zu ihrer Angestelltentätigkeit - zu Investoren werden und sich somit über z. B. Unternehmensbeteiligungen breiter aufstellen. Aktieninvestoren partizipieren am breiten Kundenstamm der Unternehmen in die sie investieren und können durch Investitionen in verschiedene Branchen außerdem diversifizieren. Basis einer Investitionsentscheidung sollte immer eine solide finanzielle Bildung und ein Verstehen der relevanten Kennzahlen sein. Wir werden jedoch an Schulen und Universitäten schwerpunktmäßig zu Angestellten oder Beamten ausgebildet ohne das Mindset oder gar den Formelkanon zu erlernen, den man als Investor benötigt.

Dass der überwiegende Teil der schulischen Ausbildung uns auf das Angestelltendasein vorbereitet, ist unter der Betrachtung von Angebot und Nachfrage zunächst logisch, da es von Seiten der Unternehmen und des Staates eine größere Nachfrage nach Angestellten oder Beamten gibt. Für den Einzelnen und für die Gesellschaft insgesamt ist dieser Fokus jedoch zu kurz gewählt.

Die Tatsache, dass wir in unserem Bildungssystem praktisch nichts über das Investieren lernen bedeutet weder, dass man es nicht lernen kann noch, dass es keine allgemein gültigen Regeln und Grundsätze gibt, die den erfolgreichen Investor definieren. Ähnlich wie beim Erlernen einer Sprache gibt es für Investoren eine, man könnte es „Grammatik“ nennen, die ein wichtiges Gerüst bietet, um erfolgreich anlegen zu können. Das Erlernen dieses Regelwerkes ermöglicht es jedem sowohl sein Anlagerisiko als auch sein Klumpenrisiko als Angestellter zu minimieren und somit zu freien, eigenverantwortlichen Anlageentscheidungen zu kommen.

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