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25. März 2020 13:00 Uhr

Wie geht es weiter mit der Weltwirtschaft?

Thomas Scholz - Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG


Die Entwicklungen rund um das Coronavirus dürften 2020 zu einem starken wirtschaftlichen Einbruch führen, erwartet Union Investment. 2021 dürfte die Weltwirtschaft nach Ansicht des Fondspartners der Hannoverschen Volksbank eG wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehren. Trotz der Turbulenzen an den Kapitalmärkten sollten Anleger Ruhe bewahren und weiter langfristig denken.

Die Volkswirte von Union Investment nehmen an, dass „das öffentliche Leben in vielen entwickelten Volkswirtschaften, insbesondere in den USA und Europa, bis Mitte April lahmgelegt sein dürfte“. Daher dürfte es im Frühjahr 2020 zu einem Wirtschaftseinbruch kommen, dessen Folge eine Rezession aufgrund von schwachen Investitionen und steigender Arbeitslosigkeit ist. Für die Europäische Währungsunion (EWU) rechnet man auf dieser Basis mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 3,6 Prozent im Jahr 2020. Davon dürfte besonders Italien betroffen sein. Doch auch für Deutschland sei mit einer Rezession zu rechnen. In zeitlicher Hinsicht sollten das erste und insbesondere das zweite Quartal schwach ausfallen, bevor in der zweiten Jahreshälfte nach und nach eine Stabilisierung einsetzt. Im Jahr 2021 rechnen die Fondsexperten dann wieder mit positiven Wachstumsraten.

Das gilt auch für die USA. Auch dort dürfte das Wachstum zunächst aber deutlich nachgeben - und zwar besonders im zweiten Quartal. Während Europa stärker von der Weltwirtschaft abhängt, sind die USA eher von einem Einbruch des heimischen Konsums betroffen. Und so erwartet man dort einen Rückgang des BIP von 1,9 Prozent im Jahr 2020.

In erster Linie sei also die Realwirtschaft betroffen, die Fondsstrategen gehen allerdings nicht von einer systemischen Krise der Finanzwirtschaft wie 2008 aus. Kommen aber große Teile des Wirtschaftskreislaufs zum Erliegen, entstehen daraus auch für den Finanzsektor potenzielle Risiken, etwa in Form von Liquiditätsengpässen oder unkontrollierten Firmeninsolvenzen. Doch wie jüngst die Europäische Zentralbank (EZB) haben weltweit Notenbanken und Regierungen entschlossene, schnelle und insgesamt richtige Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Für eine Verbesserung des Konjunkturbildes seien geld- und fiskalpolitische Hilfen allein aber nicht ausreichend. Vielmehr müsse zunächst eine zurückgehende Ausbreitung der Pandemie sichtbar werden. Erst dann würden die wirtschaftlichen Aktivitäten langsam wieder in Gang kommen. Und auch erst dann könnten die staatlichen Maßnahmen voll wirksam werden.

Für die Kapitalmärkte dürfte dies kurzfristig weitere Turbulenzen bedeuten. Mittel- bis langfristig gesehen bleiben die Perspektiven aber konstruktiv. Die Hannoversche Volksbank eG empfiehlt daher, trotz der aktuellen Marktlage keine hektischen Anpassungen langfristiger Anlagestrategien vorzunehmen, sondern Ruhe zu bewahren.

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