Die Skontroführer an der Börse Hamburg und der Börse Hannover so wie der Market Maker an der Lang & Schwarz Exchange sind in allen Marktsegmenten b.a.w. von den Ausführungsgarantien befreit.
16. Januar 2020 13:00 Uhr

Kursgewinne zum Jahresstart - weiter wie im letzten Jahr?

Carsten Mumm - Chefvolkswirt und
Leiter der Kapitalmarktanalyse
Privatbank Donner & Reuschel

An den internationalen Aktienmärkten setzen sich die positiven Trends des letzten Jahres derzeit fast ungebrochen fort. Nur kurzfristig sah es nach einem Fehlstart in das neue Jahr aus, nachdem der Konflikt zwischen den USA und dem Iran in den ersten Januar-Tagen weiter zu eskalieren drohte.

So legte der deutsche Aktienindex DAX seit dem diesjährigen Tiefpunkt am 6. Januar bei 13.126 Punkten deutlich bis auf über 13.500 Punkte zu und schickt sich an, neue Allzeithöchststände zu erreichen. Es dürfte wohl nur eine Frage von Tagen sein, bis die Marke von 13.560 Punkten das erste Mal seit Januar 2018 überschritten wird. Noch bemerkenswertere Entwicklungen sind aber auf europäischer Ebene zu beobachten. Der Index der größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone, der Euro STOXX 50, durchbrach schon Ende 2019, seinen seit März 2000 – also seit knapp 20 Jahren (!) – andauernden langfristigen Abwärtstrend und notiert heute mit knapp 3.800 Punkten nahe seinem Höchstkurs der letzten 10 Jahre. Zwar sind die Rekordstände bei 5.464 Punkten noch ein gutes Stück entfernt, allerdings handelt es sich beim Euro STOXX 50 auch um einen sogenannten Kursindex, in dem anders als beim DAX nicht die laufenden Dividenden eingerechnet werden. Der DAX Kursindex, also ohne die Berücksichtigung der Dividenden, steht gerade einmal kurz vor dem Überschreiten der Höchstmarke von Anfang 2000.

So oder so ist aber zumindest kurzfristig eine weiter positive Entwicklung der Notierungen wahrscheinlich, wenn Abwärtstrends gebrochen oder neue Höchststände erreicht werden. Viele Anleger nutzen diese Marken für Zukäufe, um zu vermeiden, zu lange mit nicht ausreichend hoher Aktienquote einem laufenden positiven Markttrend „hinterherzulaufen“. Somit kann sich die Erwartung weiter steigender Kurse selbst erfüllen.

Für die längerfristige Fortführung einer charttechnisch angetriebenen Rallye kommt es über kurz oder lang wieder auf die fundamentalen Rahmenbedingungen an. Dazu gehört seit geraumer Zeit vor allem die Geldpolitik, deren Ausrichtung sich in der Eurozone in den kommenden Monaten jedoch kaum ändern dürfte. Es gibt für die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde angesichts der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung und aufgrund der ohnehin weit vom aktuellen Inflationsziel von 2 Prozent entfernten Teuerungsrate in der Eurozone derzeit keine Veranlassung, einen deutlich restriktiven Kurs zu fahren. Damit wird sich auch an dem strukturellen Null- bzw. Negativzinsniveau in Deutschland vorerst nichts ändern, wodurch die Preise aller realen Werte, bspw. von Aktien und Immobilien, grundsätzlich weiter unterstützt werden.

Allerdings braucht es für stärker steigende Aktienkurse in den kommenden Monaten neue positive Impulse von anderer Seite. Sowohl eine „Phase-I“-Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China, der offizielle Austritt Großbritanniens aus der EU Ende Januar, die Beruhigung der Situation im Nahen Osten sowie eine moderate konjunkturelle Erholung in Europa in 2020 scheinen an den Aktienbörsen bereits im letzten Jahr eingepreist worden zu sein. Tatsächlich ist jedoch davon auszugehen, dass der ein oder andere dieser potenziellen Belastungsfaktoren in den kommenden Wochen auch noch wieder für steigende Unsicherheiten und damit fallende Kurse sorgen dürfte.

Kontakt

Ansprechpartner

Sabrina Otto

Newsletter
Tel: +49 (0)511 - 12 35 64 - 0
newsletter@boersenag.de
Nutzen Sie für Ihre Suche die aktivierbaren Filtermodule. Sie haben auch ohne die Eingabe eines Suchwortes/ISIN/WKN die Möglichkeit, die Ergebnisse mit Hilfe der anderen Filtermodule einzugrenzen. Die Ergebnisliste aktualisiert sich automatisch 3 Sekunden nach der letzten Änderung oder durch Klick auf den "Suche starten" Button.

Suchwort/ISIN/WKN

Wertpapiergruppe

Fondsart

Art

Branche

Emissionswährung

Land

Indexzugehörigkeit

KVG

Anleihenemittent

Ausgabeaufschlag

0% +20%

Zinssatz

0% +20%

Rendite

0% +20%

Vortagesdifferenz

-20% +20%

Volatilität 1 Jahr

-20% +20%

Volatilität 3 Jahre

-20% +20%

Volatilität 5 Jahre

-20% +20%

Performance 1 Jahr

-20% +20%

Performance 3 Jahre

-20% +20%

Performance 5 Jahre

-20% +20%