30. Oktober 2019 13:00 Uhr

Das Jahresende naht!

Frank-Rüdiger Griep - Vorstand
Vermögensanlage AltBayern AG


Schnell vergangen ist das Jahr und ereignisreich war es bislang auch. Ich denke dabei an den quälenden Prozess um den Ausstieg der Briten aus der EU. Sie wollen sich aus den Zwängen der Brüsseler Eurokraten befreien. Die europäische Union funktioniert nicht: Über die Jahre wurde viel Bürokratie aufgebaut, zigtausende Beschäftigte hat der Apparat, es gibt ein Parlament ohne Opposition, Verträge, Gesetze und Vereinbarungen wurden gebrochen, die Staatsschulden einzelner südeuropäischer Länder wurden sozialisiert, der EU Rat trifft Personalentscheidungen, obwohl der Wählerwille etwas anderes wollte. Auf hoher See heißt es: Wenn du dein Ziel nicht kennst, dann sind alle Winde falsch. Großbritannien möchte nicht mehr Mitglied sein im nicht funktionierenden Staatenbund - das ist doch eigentlich verständlich.

Austreten ist die Antwort der Briten und die funktioniert aber auch nicht. Wenn die Engländer diesen großen Binnenmarkt verlassen, dann gibt es auch Nachteile. Die britische Finanzwirtschaft mit ihrem Hauptsitz in London steuert einen großen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei und braucht den barrierefreien, internationalen Zugang zu den Kapitalmärkten. Zollfreie Handelsströme und die Freiheit der Menschen, dort zu leben und zu arbeiten wo sie es möchten, ist ein hohes Gut. Dieses ist ein Spannungsfeld und ich halte deshalb den Brexit für absolut ungewiss. Es zeigt aber auch, dass sich dringend etwas ändern muss in der EU. Es kann nicht sein, das alles falsch ist oder nicht funktioniert - unter Europa verstehe ich etwas anderes.

Wachablösung erwartet die EZB in dieser Woche - Draghi geht und Lagarde kommt. Was ändert sich? Diese Frage wurde schon häufig gestellt und es wurde schon viel darüber geschrieben. Deshalb möchte ich mich hier auch kurz fassen. Draghis Geldpolitik führte in den Bereich der Minuszinsen. Die Ware Geld wurde mit jeder Zinssenkung wertloser - die Geldmengenausweitung durch Anleiheankäufe beschleunigten diesen Vorgang. Eine wesentliche Funktion des Geldes, nämlich die Vermögensaufbewahrung ist stark eingeschränkt. Die Folge daraus ist die Flucht in Immobilien und Aktien. Dieses führte schon zu einer erheblichen Verteuerung und es bildet sich eine Blase aus. Das ist die Erbschaft für Frau Lagarde. Es reicht m. E. nicht, den Menschen diese Geldpolitik zu erklären - diese Geldpolitik muss geändert werden und das sehe ich nicht auf absehbare Zeit.

Die Berichtssaison für das dritte Quartal läuft auf hohen Touren. Konnten doch die amerikanischen Unternehmen weitgehend die Erwartungen erfüllen, fallen die europäischen Zahlen dagegen schwächer aus. Die europäische Finanzwirtschaft krankt doch sehr - die Deutsche Bank wir auch dieses Jahr wieder mit einem Verlust abschließen.  

Die Zuwächse bei den Indices sind das Ergebnis der Notenbankpolitik. Liquidität schreit nach Anlage und Renditen daraus versprechen sich Anleger und Spekulanten bei Aktien. Deshalb wird 2019 ein gutes Aktienjahr - ich sehe noch weitere Kursgewinne - auch beim DAX. 

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