24. Juli 2019 13:00 Uhr

Aktie oder Immobilie?

Joachim Brandmaier - Börsenpraktiker 
Stuttgarter Aktienbrief „Börse Aktuell“


Auf einem Grillfest konfrontierte mich neulich ein Bekannter mit der Frage: „Aktie oder Immobilie?“ Er hielt Immobilien eindeutig für die bessere Anlageform. Zum einen, weil Aktien stärker schwanken, und zum anderen, weil Immobilien ein viel besserer Krisenschutz sind.

Grundsätzlich bin auch ich ein großer Freund der Immobilienanlage, als Sachwert ist sie mir allemal lieber als jedes Sparbuch oder Termingeld. Außerdem bietet sie wie die Aktie doppelte Gewinnmöglichkeiten: die Chance auf einen langfristigen Wertzuwachs und die auf einen regelmäßigen Ertrag. Beim einen ist es eben die Dividende, beim anderen die Miete.

Aber Fakt ist, dass auch Immobilien im Wert schwanken, so wie Aktien. Der einzige Unterschied: Bei Aktien kann man es dank sekündlicher Börsenkurse sehen, bei der Immobilie eben nicht – weil man beispielsweise seine vermietete Wohnung nicht ständig neu bewerten lässt. Ist auch gut so, sonst würde man womöglich aus Angst seine Immobilie Hals über Kopf verkaufen, nur, weil diese mal eben ein paar Prozent nachgegeben hat.

Apropos „verkaufen“: Unabhängig davon, dass man gute Aktien sowieso nicht hergibt – im Notfall könnte man sie trotzdem schnell zu Geld machen. Und das ganz ohne Notar, ohne großen Aufwand und sogar in kleinen Portionen. Bei einem Haus wird es da schwierig. Hier heißt es: alles oder nichts! Ich meinte zu meinem Bekannten, er solle mal versuchen, nur den Balkon oder den Schornstein zu verkaufen. Schwierig!

Um uns herum spitzten immer mehr Grillgäste die Ohren, als ich beim Thema „Krisensicherheit“ zu Hochtouren auflief: Bietet die Immobilie tatsächlich mehr Schutz als die Aktie? Was die langfristige Wertentwicklung betrifft, ist in erster Linie der Standort eines Hauses entscheidend: Wie wird es in dessen Stadtteil in 10, 20 oder 30 Jahren aussehen? Und dann ist da noch der regelmäßige Ertrag, also die Miete: Da kommt es auch auf den Mieter an. Das Risiko hängt hier an wenigen Personen oder sogar nur an einer. Verliert die ihre Arbeitskraft oder den Job, fällt möglicherweise auch die Mietüberweisung aus. Da verlasse ich mich doch lieber auf einen Weltkonzern: Es gibt Firmen, die zahlen seit über 100 Jahren regelmäßig Dividende – trotz aller Krisen und Kriege.

Und nicht zu vergessen: Von eingenommenen Mieten muss man auch noch Geld zurücklegen für Renovierungen und Instandhaltungen. Unternehmen hingegen ziehen ihre Kosten zum Beispiel für Abschreibungen bereits vorher ab, also bevor sie Dividenden ausschütten.

Und das Beste: Manche Spitzenunternehmen erhöhen auch noch jedes Jahr ihre Dividende – ganz freiwillig, ohne dass wir sie dazu auffordern müssen. Erhöhen Sie mal Ihrem Mieter jedes Jahr die Miete, der Aufschrei wäre enorm …

In diesem Sinne
Ihr Joachim Brandmaier
 

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