06. Februar 2019 13:00 Uhr

Spielt Bewertung noch eine Rolle?

Frank Rothauge - Geschäftsführer
AHP Capital Management GmbH


Die weltweiten Aktienbörsen haben im letzten Jahr kräftig verloren. Sogar im sonst positiven Monat Dezember verstärkten sich die Abwärtsbewegungen. Die Bewertung der europäischen Aktienmärkte liegt wieder nahe dem Tiefniveau nach der Finanzkrise. Im Januar gab es bereits eine erste Erholung. Aber, wie kann es überhaupt zu so starken Bewegungen jenseits der fundamentalen Wirtschaftslage kommen und vor allem: Wie geht es 2019 weiter?

In 2018 haben wir einen psychologischen, von den fundamentalen Daten abweichenden, Einbruch an den weltweiten Aktienmärkten gesehen. „Gespielt“ wurde ein massiver Rückgang der Weltkonjunktur mit deutlich rezessiven Tendenzen, der allerdings aus den aktuellen Konjunkturdaten noch nicht abzulesen war. Warum, das fragen sich viele Investoren, hat sich die Bewegung der Aktienmärkte so deutlich von den fundamentalen Daten abgekoppelt?

Anlegerpsychologie und einige Anlagetrends spielen dabei eine große Rolle. So hatte etwa der nachhaltige Zuwachs passiver Investments (ETFs) eine trendverstärkende Wirkung. Dank der für diese Wertpapiere niedrigen Handelskosten reagieren ETF-Anleger bei fallenden Kursen schneller mit Verlustbegrenzungen. Hinzu kommt, dass Absicherungen mittels Optionen und Futures ebenfalls kurzfristige Trends verstärken. So hat die Zahl der Fonds mit Risikomanagementstrategien in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Eine nicht ganz unbedeutende Rolle spielt auch Mifid-II: Weil Research separat bepreist wird, beziehen viele Institutionelle nur noch von wenigen Brokern Aktienanalysen. Dies wiederum führt auch zu einer dünneren Informationslage bei kleineren Titeln mit einer entsprechend höheren Risikowahrnehmung der Anleger.

Anfang Januar notierten DAX und Euro Stoxx 50 nahe ihrer historischen KGV-Tiefstände. Damit sind Aktien unseres Erachtens momentan sehr attraktiv bewertet, es sei denn, es wäre für 2019 tatsächlich ein Absturz der Gewinne zu erwarten. Das erscheint aus heutiger Sicht aber recht unwahrscheinlich. Zwar sind die Konjunkturprognosen teilweise nach unten korrigiert worden, aber die Konjunkturlage spricht eher für einen leichten Gewinnrückgang (bis minus 5 Prozent) und bei weitem nicht für eine tiefe Rezession mit 40 Prozent Gewinnrückgang wie in 2008.

Unser Fazit: Frei nach Kostolany ist aktuell die Leine zwischen Hund (Börse) und Herrchen (Wirtschaft) sehr lang. Die Börse hat sich zu weit vom fundamentalen Wirtschaftstrend entfernt und deutlich nach unten übertrieben. Zwar werden die Unternehmen mit ihren Prognosen im Februar und März noch eher vorsichtig sein. Aber das bildet die Basis für ein gutes Aktienjahr im weiteren Verlauf. Anleger können davon profitieren: Der in Kooperation mit dem Berenberg Vermögensverwalter Office aufgelegte AHP Aristoteles Fonds UI WKN A1111G konzentriert sich auf attraktive Dividendenwerte und besitzt ein ausgeklügeltes Risikomanagement. Der Fonds ist natürlich auch an der Börse Hamburg sowie der Börse Hannover gelistet. 

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