17. Oktober 2018 13:00 Uhr

Mit Value und Qualität in eine neue Marktphase

Andreas Schubert - Executive Director
Amundi Asset Management


Auf den Eintritt in die späte Phase des Konjunkturzyklus sollten Anleger in europäische Aktien mit einer Qualitätsstrategie reagieren. Denn typisch für diese Marktphase ist u.a. ein Anstieg der Volatilität, den sich Investoren nicht „1:1“ ins Depot holen sollten. Die Selektion unterbewerteter Titel mit guten Bilanzen und robusten Geschäftsstrategien, dürfte hier im Vorteil sein – eine genaue Beobachtung der wichtigsten Marktreiber (Ökonomisches Umfeld, Unternehmenskennzahlen, Euro/US-Dollar-Wechselkurs, Zinspolitik) bleibt indes wichtig.

Die Finanzmärkte treten in eine neue, späte Konjunkturphase ein. Deren Kennzeichen sind eine höhere Volatilität, anziehende Rohstoffpreise, weniger attraktive High-Yield-Märkte und eine Sektorrotation hin zu Qualitätsaktien. Auch dieses Umfeld bietet gute Chancen an den europäischen Aktienmärkten, doch sollten Anleger bei der Auswahl ihrer Assets viel Umsicht walten lassen. Vor allem vier Markttreiber sind dabei von besonderer Bedeutung:  

Wachstumshöhepunkt überschritten
Die Anzeichen mehren sich, dass das Wirtschaftswachstum in Europa seinen Höhepunkt erreicht hat. Zwar wird weiterhin solides Wachstum erwartet, doch der größte Teil der Wachstumsdynamik dürfte hinter uns liegen. Zudem könnten sich globale Handelskonflikte oder ein weiterer Anstieg der Ölpreise negativ auf Europa auswirken.

Gute Unternehmenszahlen und -bewertungen
Nach einem Jahr des soliden Wachstums dürften sich die Unternehmensgewinne 2019 wieder gut entwickeln. Auch bei ihrer Entschuldung sind die Unternehmen auf einem guten Weg. Im Hinblick auf die Aktienbewertungen erscheint Europa im globalen Vergleich chancenreich zu sein – Selektion vorausgesetzt!

Euro: Rückenwind oder Gegenwind?
Die aktuelle Abwertung des Euros und die Aufwertung des US-Dollars hängen vorrangig mit der auseinanderlaufenden Geldpolitik von Fed und EZB zusammen. Auf mittelfristige Sicht könnte der US-Dollar durch die Unwägbarkeiten der US-Politik zwar unter Druck geraten, bis dahin dürfte die Stärke des US-Dollars jedoch anhalten.

EZB-Politik stützt europäische Aktien
Die Gefahr steigender Zinsen sollte nicht überhand nehmen: Die US-Notenbank dürfte bereits zu zwei Dritteln auf ihrem Zinspfad vorangekommen sein. Für Europa ist wahrscheinlich, dass die Zinsen weiterhin sehr niedrig bleiben.

Wer also die Chancen europäischer Aktien in diesem Umfeld gezielt nutzen will, sollte strikt nach unterbewerteten Unternehmen suchen sowie Value- und Qualitätstitel mit exzellenten Bilanzen bevorzugen, die sich in dauerhaft einträglichen Geschäftsfeldern bewegen.

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