10. Oktober 2018 13:00 Uhr

Nachhaltig investieren ist smart

Andreas Enke - Vorstand
Geneon Vermögensmanagement AG


Immer mehr Anleger achten bei ihren Investments auch auf ethisch-nachhaltige Kriterien. Das zahlt sich aus – die entsprechenden Aktien laufen besser als der breite Markt. „Gute“ Aktien werfen mehr Rendite ab.
 
Warren Buffett hat es einmal auf den Punkt gebracht. „Es dauert 20 Jahre, um einen Ruf aufzubauen und fünf Minuten, um ihn zu ruinieren. Wenn du darüber nachdenkst, wirst du die Dinge anders machen“, so der renommierte Star-Investor. Reputationsschäden sind sicherlich die größten Risiken für Unternehmen, die Kunden, Mitarbeiter oder Lieferanten schlecht behandeln, die Umwelt verschmutzen und gegen die Grundsätze einer „guten Unternehmensführung“ verstoßen. Es sind aber nicht die einzigen.

BP, Volkswagen und die Deutsche Bank sind nur drei prominente Beispiele für Unternehmen, die für ihre Umweltverschmutzung (BP und VW) beziehungsweise Finanzskandale (Deutsche Bank) milliardenschwere Strafzahlungen leisten mussten. Das hat natürlich den Gewinn belastet und die Anleger spürbar Rendite gekostet. Während der Deutsche Aktienindex Dax in den zurückliegenden drei Jahren um 18 Prozent gestiegen ist, liegt die Volkswagen-Aktie 18 Prozent im Minus. Der Börsenwert der Deutschen Bank ist auf Sicht von drei Jahren sogar um 60 Prozent kollabiert.

Auch ein schlechter Umgang mit Mitarbeitern kostet bares Geld. Die entsprechenden Unternehmen leiden unter einer hohen Fluktuation, was angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels gewissermaßen tödlich ist. Umgekehrt brummt der Kurs von SAP seit Jahren. Der Software-Spezialist wird regelmäßig als einer der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland bewertet. Ein ineffizienter Umgang mit Energie und Rohstoffen oder ein schlechter Kundendienst sind weitere anschauliche Beispiele, die Unternehmen langfristig Rendite kosten.
 
Eigentlich alles bekannt und nachvollziehbar. Wir von GENEON wollten es jetzt wissenschaftlich beweisen.

Basis ist der „Good Company Report“ der Hamburger Kommunikationsagentur Kirchhoff AG. Diese analysiert und bewertet seit bereits über 10 Jahren die 30 Dax-Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit. Die Ergebnisse, die unter maßgeblicher Beteiligung von 3 renommierten Universitäten entstehen, werden alle 2 Jahre im „Good Company Report“ veröffentlicht. Auf dieser Grundlage hat die Geneon Vermögensmanagement AG einen Index entwickelt, in dem die Unternehmen nicht nach ihrer Marktkapitalisierung wie im Dax, sondern nach dem Nachhaltigkeits-Scoring aus dem „Good Company Report“ gewichtet werden. Beispielsweise ist Siemens in diesem Nachhaltigkeits-Index gerade einmal halb so hoch gewichtet wie im Dax. Der Konsumgüterproduzent Henkel, der sich schon lange beim Thema Nachhaltigkeit engagiert, kommt dagegen auf einen mehr als doppelt so hohen Indexanteil.
 
Deutliche Outperformance
Die Orientierung an sozialen, ökologischen und Unternehmensführungs-Kriterien bringt klar bessere Ergebnisse als das deutsche Standardwerte-Barometer. Eine Rückrechnung für die vergangenen zehn Jahre ergibt eine eindeutig bessere Performance des Nachhaltigkeits-Index. 101 Prozent konnte der „GCR“-Index zulegen, im Vergleich zu 61 Prozent beim DAX. Und das nur durch eine Umgewichtung der jeweils im DAX enthaltenen Aktien. Vereinfacht gesagt laufen „gute“ Aktien besser als herkömmliche.

Alles nur Theorie?

GENEON Vermögensmanagement stellten den bestehenden Aktienfonds Geneon Equity Select (WKN A0Q8HL) am 21.11.2017 auf die Anlagegrundsätze des GCX – Global Challenges Index um. Dieser Index der BÖAG Börsen AG/Börse Hannover veröffentlicht seit September 2007 ein Portfolio, welches von der Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS-oekom zusammengestellt und laufend kontrolliert wird. Es basiert auf konkreten Ausschlusskriterien. Dazu werden Unternehmen bevorzugt, die wesentliche Beiträge zur Erreichung der SDG der Vereinten Nationen leisten. Dieses internationale Portfolio besteht aus Aktien, die an Börsen in den G7-Staaten oder Europa gelistet werden und eine Mindestkapitalisierung von 100 Millionen EUR aufweisen.


Die Performance kann sich seither sehen lassen. Mit ca. 6 Prozent liegt die Wertentwicklung auch in diesem schwierigen Jahr besser als der europäische und deutsche Aktienmarkt. Der Index selbst schlägt bekanntermaßen den MSCI Word und die großen Standardindices seit seiner Auflage in 2007 bis heute deutlich.

Geldanlagen sind natürlich nach ökonomischen Grundsätzen vorzunehmen. Zugleich ist eine Auseinandersetzung mit den Wirkungen der Geldanlage auf Umwelt, Mitwelt und Nachwelt heute unverzichtbar, denn diese stellen Chancen und Risiken dar. Darum sollten Geldanlagen unter Berücksichtigung unserer kulturellen Werte auch sozialverträglich, ökologisch und generationengerecht sein. Belohnt wird es zusätzlich durch bessere Chancen auf Rendite.

Kontakt

Ansprechpartner

Janine Achilles

Newsletter
Tel: 0511 / 32 76 61
newsletter@boersenag.de
Nutzen Sie für Ihre Suche die aktivierbaren Filtermodule. Sie haben auch ohne die Eingabe eines Suchwortes/ISIN/WKN die Möglichkeit, die Ergebnisse mit Hilfe der anderen Filtermodule einzugrenzen. Die Ergebnisliste aktualisiert sich automatisch 3 Sekunden nach der letzten Änderung oder durch Klick auf den "Suche starten" Button.

Suchwort/ISIN/WKN

Wertpapiergruppe

Fondsart

Art

Branche

Emissionswährung

Land

Indexzugehörigkeit

KVG

Anleihenemittent

Ausgabeaufschlag

0% +20%

Zinssatz

0% +20%

Rendite

0% +20%

Vortagesdifferenz

-20% +20%

Volatilität 1 Jahr

-20% +20%

Volatilität 3 Jahre

-20% +20%

Volatilität 5 Jahre

-20% +20%

Performance 1 Jahr

-20% +20%

Performance 3 Jahre

-20% +20%

Performance 5 Jahre

-20% +20%