29. November 2017 13:00 Uhr

„I bims, 2018“

Carsten Brömstrup - Leiter Anlagestrategie
Oldenburgische Landesbank AG


„I bims“ meint „Ich bin es.“ Mancher Germanist mag sagen, „Gott sei Dank, Jamaica ist geplatzt“. Warum? Weil es uns endlich ein neues, nicht aus der Internet- oder Whatsapp Gemeinde stammendes Wort gebracht hat. Das „Lindnern“, was so viel bedeutet wie „etwas in letzter Minute platzen zu lassen“. Ja, auch 2018 wird wieder einmal ein politisches Jahr: Neuwahlen im Frühling im politisch instabilen Italien stehen bereits fest. Selbst Bunga-Berlusconi will wieder antreten. Und in Deutschland wird man sehen. Daneben gilt es den „Brexit“ voranzubringen. Im März 2019 will Großbritannien ja schließlich den Exit aus der EU. Nichts scheint hier auch nur annähernd geregelt. Und vergessen wir natürlich die USA nicht. Hier stehen wichtige Kongresswahlen am 06. Nov. 2018 -die sogenannte midterm elections zur Halbzeit des Präsidentschaftszyklus- an und viele Republikaner fürchten um ihre Wiederwahl. Denn selbst Trumps angestrebte Steuerreform kommt eher den Reichen und der Wall Street zu Gute und eben nicht seinen irregeführten Wählern. Da haben seine Goldman Sachs Berater wohl ganze Arbeit geleistet. Meines Erachtens sind die politischen Risiken damit auch die größten Risiken für die Märkte, noch vor Zinserhöhungen. Ja, 2018 werden die Zinsen steigen. Nein, das ist nicht schlimm. Denn dies drückt die globale wirtschaftliche Stärke aus, die höhere Zinsen durchaus verdauen kann. USA, Euroland und die Emerging Markets wachsen im Gleichklang, das erste Mal seit 2007. Wir sprechen von einem „Goldilocks-Szenario“: Niedrige Inflation bei stabilem Wachstum über Potenzial. Wir kennen das aus den 90.-iger Jahren. Am meisten Potenzial wird den Emerging Markets zugetraut. JP Morgan veranschlagt für den Aktienmarkt gut 15 Prozent Potenzial für 2018. Auch für Schwellenland-Anleihen und Währungen bleibt man hier optimistisch. Selbst Japan durchbricht die jahrelange Lethargie. Die Gewinne der Nikkei-Unternehmen steigen dank der wiedergewonnenen Stärke in Bereichen Automatisierung und Robotik und dem billigen Geld natürlich. Danach wird es spannend. Euroland oder USA? Einiges hängt vom EUR/USD ab. Das ist nicht neu. Die Prognosen liegen zwischen 1,25 (UBS, HSBC) und 1,15 (Allianz). Aktuell liegen wir in der Mitte bei rund 1,20 EUR/USD. Steigt der Euro auf 1,25 werden es Euro-Aktien zunächst schwer haben. Ich denke, die EZB würde dann reagieren, den Euro wieder schwach reden, gar intervenieren. Einigen wir uns also darauf, dass im Mittel 1,20 ein guter Kurs für 2018 ist, mit dem alle gut leben können. So werden sowohl Euro- als auch US-Aktien gut performen, zumindest bis ins 2. Quartal 2018 hinein. Wir erwarten bis dahin 13.700 DAX-Punkte und „Jogies 11“ Titelverteidigung (Endspiel am 15. Juli bitte vormerken). Dann wird man sich mit dem Brexit und dem geldpolitischen Exit der EZB ab September 2018 näher beschäftigen müssen. M. M. Warburg und Deutsche Bank gehen bis Jahresende über 14.000 Punkte hinaus. Einen Push dürften die Märkte von einer gelungenen US-Steuerreform erhalten. Die Unternehmenssteuern sollen drastisch auf nur noch 20 Prozent von derzeit 35 Prozent in der Spitze fallen. Dies dürfte den US-Konjunkturzyklus noch einmal in die Verlängerung schicken. Favoriten? All das, was sich mit den neuen Effizienzbringern rund um Digitalisierung und künstlicher Intelligenz bewegt. Es ist schwer zu verstehen und zu begreifen, welche Produktivitätsgewinne hier noch liegen. Wir sind wohl erst am Anfang eines neuen Zyklus, der maschinelle und humane Intelligenz zusammenwachsen lässt. Nennen wir es Industrie 4. oder 5.0, virtuelle oder augmented Reality, collaborative Robotics oder Künstliche Intelligenz. Egal. Da wächst was zusammen, was wir nicht mehr lindnern können. In der Depotstrategie muss das einen gehörigen Niederschlag bringen. FAANGT AN! (Wortspiel mit Facebook, Apple, Amazon, Netflix, Google, Tencent, Alibaba, Nvidia.)

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