04. Oktober 2017 09:07 Uhr

Die süßesten Früchte ...

Rolf D. Häßler - Geschäftsführer
NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen GmbH


... essen nur die großen Tiere – hieß es in einem Songtext von Peter Alexander. Solche großen Tiere, in diesem Fall große institutionelle Anleger aus aller Welt, haben sich vor wenigen Tagen in Berlin getroffen. Anlass des Treffens war die Jahrestagung der weltweit größten Initiative institutioneller Investoren für eine nachhaltige Kapitalanlage – den UN Principles for Responsible Investment (PRI).

Über 1.750 Unterzeichner aus mehr als 50 Staaten und mit einem verwalteten Vermögen von sage und schreibe rund 70 Billionen US-Dollar haben sich mit ihrer Unterschrift unter die sechs Prinzipien der PRI dazu verpflichtet, bei der Kapitalanlage soziale, ökologische und auf eine gute Unternehmensführung bezogene Kriterien zu berücksichtigen und systematisch in ihre Anlageprozesse zu integrieren. Dazu gehört beispielsweise der Norwegische Pensionsfonds, dessen Kapitalanlagen in diesen Wochen die 1-Billionen-USD-Grenze überschritten haben.

So wie dieser Pensionsfonds sind es häufig die kapitalstarken institutionellen Anleger, die die süßen Früchte einer nachhaltigen Kapitalanlage – die positive Wirkungen auf Rendite und Risiko – ernten, während kleinere und mittelgroße institutionelle Investoren und auch Privatanleger hier noch zurückhaltend sind.

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), der Branchenverband für nachhaltige Kapitalanlagen im deutschsprachigen Raum, hat nun einen Leitfaden veröffentlicht, der es auch diesen Anlegern ermöglichen soll, von den vielfach bestätigten Vorteilen einer nachhaltigen Kapitalanlage zu profitieren. Er richtet sich insbesondere an kleinere und mittelgroße Stiftungen, kirchliche und karitative Einrichtungen sowie Versorgungswerke, bietet aber auch Privatanlegern einen guten Einstieg in das Thema.

Der Leitfaden gibt einen übersichtlichen und praxisbezogenen Überblick über die wichtigsten Grundlagen und Umsetzungsmöglichkeiten einer nachhaltigen Kapitalanlage. Im Mittelpunkt stehen dabei die verschiedenen Strategien der nachhaltigen Kapitalanlage – beispielsweise Ausschluss- und Positivkriterien sowie die Dialogstrategien – und die umfangreichen Anlagemöglichkeiten, die nachhaltige Anleger heute haben und die von Aktien und Anleihen, über Fonds und Green Bonds bis zu Immobilien, Mikrofinanz und Infrastrukturanlagen reichen. Eine Checkliste zeigt den Anlegern, wie sie in 7 Schritten eine individuelle Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln und umsetzen können.

Schon Einstein wusste, dass es schwieriger ist, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom. Leider gilt dies auch für das Vorurteil, dass nachhaltige Anleger bei Rendite und Risiko schlechter wegkommen als konventionelle Anleger. Auch diesem Thema widmet sich daher ein eigenes Kapitel. Anhand verschiedener Studien zeigen die Autoren der Studie hier, dass nachhaltige Kapitalanlagen gegenüber konventionellen Anlagen nicht nur keine Nachteile, sondern sogar Vorteile haben können – sehr süße Früchte eben.

Der Leitfaden steht auf der Website des FNG kostenlos zum Download zur Verfügung.

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